Geschichtswerkstatt, Staatsarchiv Luzern
Ausstellung
Von April bis Oktober 2026 ist die mobile Ausstellung «Ich bin einfach niemand gewesen» im öffentlichen Raum zu sehen. Eindrücklich und gut zugänglich beleuchtet sie ein lange verdrängtes Kapitel der Schweizer Geschichte: die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen, von denen hunderttausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene betroffen waren.
Die Ausstellung macht das Spannungsfeld zwischen Fürsorge und Zwang sichtbar, gibt Betroffenen eine Stimme und weckt Empathie für Menschen, die am Rand der Gesellschaft standen – und stehen. Sie blickt kritisch auf Vergangenheit und Gegenwart und fragt:
Wann wird Fürsorge zu Zwang? Wann ist Zwang legitim? Und wie lassen sich Machtmissbrauch und Unrecht verhindern?
Erzählcafé und Geschichtswerkstatt
Begleitend zur Ausstellung «Ich bin einfach niemand gewesen» – Fürsorge und Zwang in der Schweiz startet am jeweiligen Standort ein Partizipationsprojekt. Es besteht aus einem Erzählcafé und einer Geschichtswerkstatt und steht allen Interessierten offen.
Im Erzählcafé können sich Interessierte und Betroffene zum Thema Fürsorge und Zwang austauschen und ihre Geschichte erzählen. Erzählen ist freiwillig, Zuhören ist Pflicht! Das Erzählcafé wird moderiert.