Lesung: «Dazwischen die Einsamkeit» – Simone Stolz’ Graphic Novel als Vermittlungs-, Aufklärungs- und Forschungsmedium
Simone Stolz (Illustratorin), Thomas Stolz (Musiker) und Loretta Seglias (Historikern), moderiert von Basil Rogger
Nicht immer ist der geschriebene Text das richtige Medium, um Geschichten und Erinnerungen zu vermitteln. Simone Stolz hat einen anderen Zugang gewählt. Das genau Hinschauen und Zuhören, das Wahrnehmen mit allen Sinnen, ist das Herz der Arbeit der wissenschaftlichen Illustratorin. Durch Zeichnungen und im Gespräch nähert sie sich den Geschichten, Erinnerungen und Erzählungen ehemaliger Heimkinder an. Es sind Erzählungen aus dem Alltag, Erzählungen vom Alleinsein und der Angst, Erzählungen von Arbeit und Ordnung, von Flucht und Resilienz. Erzählungen einer Suche nach Identität.
In ihrem Buch «Dazwischen die Einsamkeit» ist es ihr gelungen, einen vielschichtigen und berührenden, gleichzeitig persönlichen und exakt beobachtenden Zugang zu einem dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte zu schaffen und dadurch zu dessen Sichtbarkeit beizutragen. Gemeinsam mit ihrem Bruder Thomas Stolz, der die Präsentation musikalisch begleitet, führt sie uns durch ihr Buch und gibt Einblicke in den Prozess ihres künstlerischen Schaffens, während die Historikern Loretta Seglias den historischen und gegenwärtigen Kontext der ehemaligen Heimkinder aus ihrer Perspektive beleuchtet.
Dauer: 60 min.
Eintritt: 6 CHF
Sprache: Deutsch
Rahmenprogramm zur Sonderausstellung VERSORGT. VERDINGT. VERGESSEN?