Zwangsadoptionen. Eine zeitgeschichtlich-journalistische Recherche im Auftrag des Vereins netzwerk-verdingt

Personen
Lerch, Fredi
Erscheinungsjahr
2014
Produktionsstätte
netzwerk-verdingt
Beschreibung
In der Schweiz sind seit einiger Zeit die so genannten «fürsorgerischen Zwangsmassnahmen» als Instrument der Sozialpolitik des 19. und vor allem des 20. Jahrhunderts zum öffentlichen Thema geworden, nachdem zuvor Schilderungen von Opfern dieser Massnahmen über Jahrzehnte ignoriert oder als unglaubwürdig und übertrieben abgetan worden sind. Mit einer öffentlichen Entschuldigung hat die zuständige Bundesrätin Simonetta Sommaruga am 11. April 2013 signalisiert, dass die Landesregierung gewillt ist, die repressive Schattenseite der früheren Sozialpolitik dieses Landes endlich ernsthaft zur Kenntnis zu nehmen. In der Debatte, die seither über Soforthilfe, Wiedergutmachungs- und Lohnnachzahlungen sowie über die umfassende historische Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen geführt wird, hat sich auch die «Zwangsadoption» als Thema etabliert.1 Die vorliegende Recherche versucht aufzuzeigen, worum es gehen könnte, wenn über Adoption als Form von fürsorgerischem Zwang vertieft historisch geforscht werden soll.
Publikationsform
Monographie
Forschungsort
Schweiz